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Berlin,

Heilfasten mit Saft

Viel trinken hilft beim Heilfasten

Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielt beim Heilfasten eine sehr große Rolle, bis zu fünf Liter sollen täglich getrunken werden. Besonders wichtig ist dies in der Anfangszeit, in der abführende Mittel eingenommen werden. Der Körper verliert in diesem Zeitraum viel  Wasser, das ihm dringend wieder zugeführt werden muss.

Nun trinken allerdings die meisten Menschen im Alltag viel zu wenig. Für sie ist es eine große Überwindung, beim Heilfasten so viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Vor allem Wasser kriegen manche Fastende irgendwann einfach nicht mehr herunter. Abhilfe schaffen da ungesüßte Tees, die bei der Entschlackung helfen (Mate- Tee, Brennnessel-Tee, Fenchel-Tee), selbstgemachte Gemüsebrühe und das Heilfasten mit Saft. Unterschieden wird zwischen dem gelegentlichen Konsum von Saftschorlen während der Fastenzeit und dem Saftfasten. Bei Letzterem nehmen Obst- und Gemüsesäfte einen wichtigen Teil des täglichen Fastenplans ein.

Saft als Lieferant von Vitaminen und Mineralstoffen

Nicht nur beim Heilfasten mit Saft, sondern auch im Alltag gibt es viele Irrtümer über die Nutzung selbiger. Viele schwören auf die vielen Vitamine, die in Obst- und Gemüsesäften enthalten sind und sehen sie als festen Bestandteil ihrer täglichen Flüssigkeitszufuhr an. Genau hier liegt aber das Hauptproblem: Saft enthält neben den vielen lobenswerten Inhaltsstoffen leider auch viele Kalorien – besonders dann, wenn er noch zusätzlich gesüßt ist. Leidenschaftliche Safttrinker sollten deshalb im Optimalfall ihre Getränke mit Wasser strecken. Der Geschmack des Safts bleibt erhalten, doch werden viel weniger Kalorien zu sich genommen.

Beim Heilfasten mit Saft, dem Saftfasten, gehören Obst-, Gemüse- und Grassäfte täglich zum „Speise“plan dazu. Meist wird mittags und abends jeweils ein Viertelliter Saft getrunken. Eine hohe Qualität der Säfte ist ebenso wichtig wie der Verzicht auf Zucker in Obst- und der Verzicht auf Salz in Gemüsesäften. Dieses würde im Körper Wasser einlagern, so die Entschlackung verhindern und den Gewichtsverlust einschränken. Dasselbe gilt auch für Salz in der Gemüsebrühe. Diese ist, zumindest sofern man sie selbst herstellt, kalorienfrei und kann in beliebigen Mengen getrunken werden. Auch Wasser und Tee sind mengenmäßig während des Heilfasten mit Saft nicht begrenzt.

Kleines Kreislaufmittel

In den ersten Tagen des Fastens muss sich der Körper erst einmal an die veränderten Umstände gewöhnen. Eventuell kann hier ein niedriger Blutzucker auftreten, der für Kreislaufbeschwerden, Schwindel und Übelkeit sorgt. Merkt man Symptome der Unterzuckerung an sich, wirkt ein Glas Saft oder Saftschorle Wunder. Sie bietet dem Magen etwas zum Verdauen und gibt neue Energie. Auch einer Übersäuerung kann das Trinken von Saft und Brühe vorbeugen.

Wer von einer Fastenkur auch nachhaltig profitieren will, der sollte diese als Anlass dazu nehmen, seine Lebens- und Essgewohnheiten neu zu strukturieren. Täglich sind wir mit so vielen Giftstoffen, Genussmitteln und anderen schlechten Nahrungsbestandteilen konfrontiert, dass unser Körper sich früher oder später bemerkbar machen muss.
Daraus entstehen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Reizdarm und viele andere Beschwerden. Eine Abwendung von diesen Giftstoffen hin zu einer gesunden Ernährung und Lebensweise über die Fastenzeit hinaus, bringt eine nachhaltige und langfristige Gesundheitsverbesserung.
Ob Heilfasten mit Saft, mit Früchten, nach Buchinger oder einer anderen Methode – alle diese Variationen haben ihre Berechtigung und eignen sich für verschiedene Typen von Menschen. Fragen Sie im Zweifel einen fastenerfahrenen Arzt, Heilpraktiker oder Coach, welche Art für Sie die richtige ist.


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